Linsensuppe – oder wie mein iPhone eine Makrolinse bekam

Gerade ist die letzte Apple-Keynote zu Ende gegangen, auf der das neue iPhone 6 und 6 Plus vorgestellt wurde. Und wie immer lag eine besondere Betonung bei der Vorstellung auf der guten Kamera des iPhones, die natürlich wieder ein wenig verbessert wurde. Dass Smartphone-Kameras heute einiges drauf haben ist unbestritten, und ebenfalls gehört die Kamera des iPhones zu den besten Handy-Kameras auf dem Markt.

Auch ich mache sehr gerne Bilder mit meinem iPhone, gerade in den letzten beiden Monaten habe ich mehr als 8000 Fotos mit ihm geschossen, und einige davon sind richtig gut geworden. Doch eine Sache nervte mich als “iPhonetograph” bis vor ein paar Wochen besonders: Mit dem iPhone kann man keine Fotos aus der Nähe schießen. Dazu ist die Linse einfach nicht gemacht, sobald man auf ein Objekt bis auf einige Zentimeter herangeht, wird das Bild unscharf. Dabei gibt es so schöne Objekte, die man aus der Nähe fotografieren könnte. Angefangen bei der Tierwelt über Pflanzen bis hin zu Alltagsgegenständen habe ich vieles interessantes entdeckt, das aus der Nähe noch einmal ganz anders aussieht.

Ganz froh war ich dann also, als mir Mobilefun die “olloclip” 4-in-1-Linsen zuschickte. 4-in-1, das bedeutet 2 Makro-Linsen (10-fach und 15-fach) sowie Fischauge und Weitwinkel. Besonders angetan haben es mir die Makrolinsen, wobei Bilder bei beiden aufgrund der unterschiedlichen Vergrößerungsstufen komplett unterschiedlich aussehen können, während Fischauge mich gar nicht ansprach. Das Weitwinkelobjektiv kann in manchen Situationen allerdings nützlich sein, da man hiermit etwa das 1,5-fache aufnehmen kann wie die iPhone-Kamera ohne Linse.

Vor allem die Makro-Objektive habe ich jetzt in den letzten 4 Wochen ausführlich testen können, und vor allem von der Nähe, aus der man Bilder aufnehmen kann, bin ich begeistert. Doch zuerst einmal zum Funktionsumfang: Geliefert werden in einer ansprechenden Schachtel 2 Linsen sowie ein schwarzer Plastik-Clip, den man über die Linse des iPhones klemmt. Auf dieClip befinden sich bereits die Fischaugen- und Weitwinkellinsen. Je nachdem welche Seite man auf der iPhone-Kamera aufbringt, erhält man den entsprechenden Effekt. Um die Makro-Linsen in Aktion zu bringen, schraubt man einfach die richtige Linse auf den im Idealfall bereits am iPhone befestigten Clip und kann dann direkt mit den Aufnahmen beginnen.

Ich habe mit den Makrolinsen einige interessante Fotos geschossen, die ich am Ende dieses Artikels einbinden werde. Doch nun noch zu meinen Erfahrungen mit den olloclips: Wirklich begeistert war ich von den beiden Makrolinsen und deren jeweils unterschiedlichen Funktionen: Während man mit der 10-fach-Linse schöne Aufnahmen aus etwa 1 Zentimeter Entfernung machen kann, eignet sich die 15-fach-Linse schon fast als Mikroskop-Aufsatz für das iPhone. Ein Nachteil ist, dass sich Aufnahmen mit diesen Linsen wirklich nur auf einer bestimmten Entfernung zum Objekt machen lassen. Entfernt man sich weit oder geht zu nah heran, wird das Bild unscharf. Deshalb kann ich nicht nur die Anschaffung eines zusätzlichen Ständers für schöne Aufnahmen empfehlen. Vor allem wenn man Tiere, wie etwa Schmetterlinge fotografieren will, ist es schwer, diese zu fokussieren, bevor sie davonfliegen.

Etwas leichter erging es mir bei Ameisen, bei denen ich mit meinem iPhone 5S sogar richtig gute Slow-Motion-Aufnahmen hinbekam. Auch einen kleinen Frosch bekam ich vor die Linse, bei dem aufgrund des Nichtvorhandenseins eines Stativs oder ausreichenden Lichts aber keine besonders guten Bilder hervorkamen.

Insgesamt kann ich die olloclips aber jedem iPhone-Fotografen nur empfehlen, zu einem Preis von 75 Euro sind sie zwar nicht gerade billig, aber ein sehr interessantes Gadget und garantiert öfter im Einsatz als so mancher mit dem iPhone steuerbarer Helikopter für mehr als den doppelten Preis.

Hier noch die versprochenen Beispielfotos:

IMG_6884IMG_6873IMG_6859IMG_6555IMG_5873

Mehr von uns: Es gibt TestsVideos und Let’s Plays.

2 Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

%d Bloggern gefällt das: