Archiv für Oktober 2015

Das Problem mit kleinen Stromfressern – und wie man es löst

In den letzten Jahren ist der Konsum technischer Geräte stark angestiegen. Das stellen wir nicht nur fest, wenn wir in öffentlichen Verkehrsmitteln reisen oder durch das Zentrum jeder größeren Stadt schlendern. Digitale Technik hat mittlerweile fast alle unserer Lebensbereiche erobert, und in vielen Situationen, die wir täglich erleben, sind Smartphones, Tablets und Co. nicht mehr wegzudenken.
Von diesem Technikwahn bin natürlich auch – und gerade – ich nicht ausgeschlossen. Schließlich sehe ich mich selbst als Early Adopter an, also als einen derjenigen, die neue technische Errungenschaften austesten, auch wenn diese noch nicht besonders ausgereift sind. Zu meiner Armada an technischen Geräten gehören neben Laptop, Smartphone und Tablet zum Beispiel auch meine Smartwatch (Test folgt bald) und neuerdings sogar eine VR-Brille.

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Ein großes Problem, das jeden betrifft, der solche Geräte besitzt und das umso stärker wird, je mehr technische Geräte man sein Eigen nennt, ist der Große Strombedarf dieser Geräte. Wer nur ein Smartphone hat, wird noch einigermaßen leicht eine freie Steckdose im eigenen Haushalt finden, doch sobald es sich um mehr als 4 Geräte handelt, steht man oft vor einem Problem. Noch größer wird dieses Problem, wenn man jetzt etwa ein Hotelzimmer oder eine WG mit einer oder sogar mehreren Personen teilt. Der Kampf um die Steckdosen beginnt.
Für Personen wie mich tritt dieses Problem so gut wie jeden Tag auf, doch auch wer nicht ganz so viele technische Geräte besitzt, wird sich mit diesem Problem verstanden fühlen.

Zähle ich Geräte auf, die ich täglich lade, sieht man, in welche Bredouille ich allmählich geriet: Da wären mein OnePlus One, meine Pebble, gegebenenfalls ein Tablet und mein mobiler Akku. Hiermit wären wir schon bei 4 Geräten. Einzige Möglichkeit, diese alle auf einmal zu laden (in meinem Zimmer gibt es höchstens 3 Steckdosen, die eine davon ist im Bad): An die USB-Ports meines Computers anschließen. Immerhin ist so gut wie jedes neuere Gerät über USB zu laden. Doch meinen Computer lasse ich natürlich ungern die ganze Nacht laufen, nur um meine Geräte zu laden.

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Es musste also eine Alternative her. Diese bekam ich auch ganz günstig schon vor einiger Zeit auf Amazon: An einer Steckdose konnte ich damit bis zu 4 Geräte laden, und das auch mehr oder weniger zufrieden stellend. Doch fast forward 3 Monate und das Ding war nicht mehr zu gebrauchen. Aus diesem Grund möchte ich hierzu auch nicht viele Worte verlieren und ein Gerät anpreisen, das sein Geld wert ist.

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Glücklicherweise bekam ich nur wenige Tage, nachdem mein altes Ladegerät seinen Geist nach wochenlangen Wackelkontakten endgültig aufgegeben hatte, ein neues Ladegerät zugeschickt. Gegenüber des vorherigen Billig-Ladegeräts hatte dieses einige entscheidende Vorteile, die mich zu diesem Testbericht führten:

  • 6 USB-Slots anstatt 4
  • größere Stabilität
  • besseres Laden durch “Intelligent Charging”

Die zwei zusätzlichen Slots erweisen sich vor allem auf Reisen als nützlich: Als ich eine Nacht in einer Jugendherberge mit 3 weiteren Personen verbrachte, konnten alle Geräte an zwei Steckdosen aufgeladen werden. Auch zu Hause ist das Aufladen aller meiner Geräte natürlich kein Problem mehr und ich habe jetzt sogar noch Kapazität für die nächste Revolution auf dem Markt der Smart Devices.
Ganz wichtig natürlich auch die Stabilität. Schließlich nehme ich das Ladegerät auch überall hin mit, wenn ich mehr als einen Tag unterwegs bin. Während das Billigladegerät aus dünnem Plastik bestand und die Bestandteile nur zusammengesteckt waren, besteht das Gerät von Olixar aus hartem Plastik und ist sehr standfest. Da gebe ich lieber 20 Euro mehr aus und habe das Gerät dafür viel länger.

Zuletzt noch zum Intelligent Charging: Da ich nicht gerade der Technologie-Experte bin, fasse ich mich hier kurz. Beim Intelligent Charging handelt es sich einfach um eine Analyse, die das Ladegerät durchführt, wenn ein Gerät angeschlossen wird. Je nach Art des Geräts und dessen Betriebssystem wird somit die “gesunde” Menge Strom abgegeben, und ein Tablet erhält somit logischerweise mehr Strom als das gleichzeitig angeschlossene Smartphone.

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Wer mein Fazit nun noch nicht aus meinen positiven Reaktionen herauslesen konnte, dem sei gesagt: Tut euch etwas gutes und holt euch dieses qualitativ hochwertige Ladegerät. Da mittlerweile ja so gut wie jedes Smartphone über USB-Kabel zu laden ist, könnt ihr das Ladegerät neben iPhone und OnePlus One natürlich etwa auch mit dem neuen Xperia Z5 Compact nutzen!

Rocket League [Let's Play]

Dieser phimemArtikel ist von Karllie

Die ersten Folgen gibt es schon auf YouTube. Jetzt kommt das Let’s Play auf phimema.de. Wer Let’s Plays mag sollte mal reinschauen. Neue Folgen kommen immer Freitags um 17 Uhr in YouTube auf unseren LP Kanal.

Warum wir Let’s Playen

Ich habe dieses Spiel ein Weilchen gespielt bis ich es Bobobo präsentiert habe. Er meinte, dass wir mal wieder was neues Let’s Playen sollen.

 

 

Mehr von uns: Es gibt TestsVideos und Let’s Plays.

Warum #BILDindieTonne die falsche Reaktion auf die Selbstbeweihräucherung der BILD ist

Als ich vorgestern in die aktuellen Trends auf Twitter schaute, war ich erstaunt, dass die BILD-Zeitung es anscheinend schon wieder geschafft hatte, das Aufsehen der deutschen Netzgemeinde auf sich zu lenken. Anlass war diesmal, nur kurz nach der #BILDnotwelcome-Aktion, die heute erfolgte Verteilung von Gratisausgaben an alle 42 Millionen Deutschen Haushalte zur Zelebrierung der deutschen Wiedervereinigung.
Schnell verbreiteten sich nach einem Artikel des BILD-Blogs die Tweets mit Hinweisen darauf, man solle doch die BILD doch heute direkt aus dem Briefkasten in die Mülltonne wandern lassen und davon dann ein Foto in die sozialen Netzwerke teilen. Skeptisch wie ich bei vielen solcher viralen Aktionen bin, begann ich dem ganzen zuerst einmal etwas nachzuforschen.

Ich hatte natürlich auch von den letzten Gratisaktionen der BILD mitbekommen und wusste bereits, was da auf mich zukommen würden. Bei den letzten Aktionen hatten auch schon Tausende Deutsche vorab der Lieferung der Gratisausgabe schriftlich widersprochen, doch dieses Mal sollte man also ein Foto von der zerknüllten oder gar zerrissenen Bild auf Twitter teilen.
Ich möchte vorab darauf hinweisen, dass ich keineswegs ein BILD-Leser bin und auch genau wie die Netzgemeinde über die #RefugeesNotWelcome-Tweets von Kai Diekmann empört war, aber trotzdem kommt mir die vom BILD-Blog nun aufgerufene Aktion etwas komisch daher.

Die BILD hat ohne Zweifel oft sehr reißerische Schlagzeilen, undurchsichtige und manchmal auch falsche Berichterstattungen und vor allem auch widersprüchliche Aussagen im Repertoire und hat deshalb auch einen entsprechenden Ruf bei einem Großteil der Bevölkerung. Nichtsdestotrotz ist sie die auflagengrößte Zeitung in Deutschland und hat damit auch einen gr0ßen Einfluss.
In keinem anderen Industrieland ist es anders als in Deutschlad in dem Sinne, dass sich Boulevardzeitungen beziehungsweise die “Gelbe Presse” am besten verkauft. Deshalb haben solche großen Zeitungen auch eine große Verantwortung. Diese wird oft missbraucht, indem oft auch Artikel veröffentlicht werden, die einzelnen (unschuldigen) Personen oder gar Personengruppen schaden. Daran besteht kein Zweifel. Doch genau aus diesem Grund gibt es auch Seiten wie den BILD-Blog, die ein Auge auf die BILD werfen, und es herrscht schnell große Empörung, wenn die BILD einmal mehr Persönlichkeitsrechte verletzt oder Unwahrheiten verbreitet. Das merkte man schnell bei der bereits genannten #Refugees(Not)Welcome-Kampagne.

Für jedes Foto, das uns so erreicht, besorgen wir ein Exemplar eines Deutsch-Lernhefts für Asylbewerber. Das Lehrmaterial stellen wir dann Deutschkursen in Flüchtlingsunterkünften zur Verfügung.

Doch nun zu meinem Punkt: Ich finde, dass die Aktion des BILD-Blogs die falsche Herangehensweise ist. Um deren Aktion noch einmal zu verdeutlichen: Für jedes Bild einer ungelesenen (wie auch immer das überprüft werden mag) zerknüllten BILD möchte der BILD-Blog ein “Exemplar eines Deutschlernhefts für Asylbewerber” besorgen. Das ganze ist natürlich beschränkt, der BILD-Blog hat laut eigenen Angaben nur ein Budget für ein Kontingent von 1000 Heften, welches wahrscheinlich längst überschritten ist.
Doch was ich an der Kampagne des BILD-Blogs beachtlich finde, ist die Idee, hier eine ungelesene Zeitung in den Müll zu werfen, ohne nachzuschauen, was denn eigentlich darin steht. Nur, weil man bisher generell ein schlechtes Bild der BILD hat (Wortspiel war nicht beabsichtigt), soll man also diese Gratisausgabe wegwerfen und stattdessen (so die Idee) den Flüchtlingen etwas gutes tun. Ganz am Rande: Laut BILD-Blog macht die BILD mit dieser Gratisausgabe Werbeeinnahmen in der 2-stelligen Millionenhöhe (1 Seite kostet demnach 4,2 Millionen Euro). Warum nicht mit einer ähnlichen Aktion die BILD dazu drängen, einen Teil dieses Geldes an Flüchtlinge zu spenden? Wäre damit den Flüchtlingen, die der BILD ja so wichtig sind, nicht viel mehr geholfen?

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Ich habe jedenfalls nicht auf den BILD-Blog gehört und mir die Ausgabe einmal näher angeschaut. Was mir darin auffällt: Neben einer großen Image-Auffrischungskampagne von VW ist die Ausgabe natürlich ein Loblied auf das seit 25 Jahren wiedervereinigte Deutschland. Es gibt Buzzfeed-artige Listen mit “25 Deutschen Büchern, die man gelesen haben muss” (kuratiert übrigens vom gerade verstorbenen Hellmuth Karasek) oder auch “25 wichtige deutsche Lieder”. Sonst Interviews mit deutschen Promis wie Dirk Nowitzki, 25 Lieblingswitze deutscher Komiker, und und und. Nichts brisantes, nichts von dem, für das die BILD sonst kritisiert wird.
Auch die Flüchtlinge kommen natürlich nicht zu kurz; auf Seite zwei wird, natürlich mit etwas Eigenlob der deutschen Freundlichkeit, die Ankunft der syrischen Flüchtlinge hier in Deutschland porträtiert.

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Doch eines ist ganz wichtig: Die Ausgabe ist ein Loblied auf die Wiedervereinigung. Keine Hetze, keine Falschaussagen. Nur Fakten. Und nun seien wir einmal ehrlich: Wer außer der BILD hätte denn sonst die Kapazitäten für solch eine große Kampagne? Seien wir doch froh und danken wir einmal, nur einmal, für dieses Geschenk. Einem geschenkten Maul schaut man ja sprichwörtlich sowieso nicht ins Maul.
Ist denn die Meinung, im Vorab schon über die BILD-Ausgabe zu urteilen, diese direkt wegschmeißen zu wollen, viel weniger als die Meinung der Nazis, Flüchtlinge nur wegen Vorurteilen wieder abschieben zu wollen? Und um diese geht es ja bei der ganzen Kampagne.

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Deshalb schlage ich vor: Lieber BILD-Blog, ändert doch eure Kampagne ein wenig, und lasst uns die BILD dazu bringen, selbst ein wenig an die Flüchtlinge zu spenden. Damit wäre doch viel mehr getan als mit 1000 Lernheften. Starten wir die Kampagne #BILDRevenueforRefugees!

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